{"id":1242,"date":"2013-12-14T18:56:06","date_gmt":"2013-12-14T16:56:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/?page_id=1242"},"modified":"2014-11-22T11:30:40","modified_gmt":"2014-11-22T09:30:40","slug":"1242-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/lebenswerk\/biografie\/abschied-maria\/1242-2\/","title":{"rendered":"Rede Dr. Klaus Lehmann"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-1243\" src=\"http:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-content\/uploads\/lehmann_300.jpg\" alt=\"Dr. Klaus Lehmann\" width=\"180\" height=\"240\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Dr. Klaus Lehmann<\/em><\/p>\n<p>Wir nehmen Abschied von Maria Fekete, geb. 19. Juni 1929, gest. 31. August 2013<\/p>\n<p>Wir erinnern uns:<\/p>\n<p>Liebe Trauerg\u00e4ste, als wir vor gut 10 Jahren in 2002 mit Esteban Fekete die Fekete-Stiftung f\u00fcr das Museum Ro\u00dfdorf gr\u00fcndeten, war uns allen klar, da\u00df Maria Fekete einen unsch\u00e4tzbaren Anteil an Feketes Werk hatte und auch diese Stiftung hat sie mit ihrer zur\u00fcckhaltenden aber bestimmten Art entscheidend gef\u00f6rdert. Sie war im besten Sinn des Wortes seine Muse, sein Modell, seine ihm angetraute Geliebte wie auch seine scharfe Kritikerin, Lebensgef\u00e4hrtin und F\u00f6rderin. Mit ihr geht ein letztes lebendiges Wesen aus Estebans Kunst von uns. Die Kunst aber bleibt lebendig!<\/p>\n<p>Was ist \u201eKunst\u201c, oft umschrieben &#8211; selten knapp und umfassend definiert.\u201eDurch die Kunst spricht Gott zu uns!\u201c Als mir nach der Gr\u00fcndung der Fekete-Stiftung damals diese griffige und vielsagende Definition einfiel, nahm ich an, da\u00df dies schon viele kl\u00fcgere Leute vor mir gedacht und niedergeschrieben haben m\u00fcssten, fand im Internet aber nur ein Zitat aus der Goethezeit, das \u00fcberraschenderweise einige Beziehungen zu uns heute und hier aufzeigt. Es stammt von Johann Ernst Wagner geb. 1769 zu Ro\u00dfdorf in Meiningen gest. daselbst 1812. Es schrieb einen 2Bd. Roman \u201eWillibalds Ansichten des Lebens\u201c und \u201eDiereisenden Maler\u201c.<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Zitat lautet: Es ist allerdings etwas Gro\u00dfes um die Kunst. Sie ist ein herrlicher Thronhimmel, unter dem sich die Menschheit wieder versammelt und begr\u00fc\u00dft&#8230;. Durch die Kunst spricht Gott zu uns. Durch die Religion werden wir Gottes Kinder, durch die Kunst seine Freunde\u201c!<\/p>\n<p>Kunst ist aber auch ein handwerkliches K\u00f6nnen, es ist die handwerkliche Gestaltung einer Idee. Hier trifft sich der K\u00fcnstler mit dem Naturwissenschaftler.<br \/>\nBeide suchen Gott, der K\u00fcnstler in der Gestaltung seiner Ideen, der Naturwissenschaftler in seinem Bem\u00fchen, in den Naturgesetzen das Wirken Gotteszu erkennen<span style=\"text-decoration: underline;\">. <\/span>Das ist vielleicht eine sch\u00f6ne Erkenntnis aus dem langen und so fruchtbaren Zusammenleben dieser beiden Menschen.<\/p>\n<p>Aber, Gott ist noch nicht fertig! Die Erschaffung der Welt ist noch nicht beendet.<br \/>\nMit unseren eigenen Augen k\u00f6nnen wir die Entstehung neuer Himmelsk\u00f6rper in den verschiedensten Himmelsregionen sehen, die Entstehung neuer Sonnen, neuer Planeten, vielleicht auch einen Planeten \u00e4hnlich unserer Erde. Vielleicht sogar eine bessere Erdenwelt?<\/p>\n<p>Feketes Sch\u00f6pfungen sind unsere kleine Welt. Maria tritt in allen Lebenslagen immer wieder auf. Wohl haben wir die pers\u00f6nlichen und zeitlichen Bez\u00fcge zu Maria in dem Werk nur zum kleinen Teil erkannt, vieles bleibt vielleicht noch zu\u00a0 entdecken, manches ist nun mit Maria unwiederbringlich vergangen. Es war ein gemeinsames Werk. Es waren gemeinsam erlebte und auch erf\u00fcllte Tr\u00e4ume. Selbst wenn K\u00f6rper und Geist sich aus dem Leben zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen wir vielleicht noch tr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Herausragende Leistungen von K\u00fcnstlerpaaren sind nicht so h\u00e4ufig Im Jubil\u00e4umsjahr Richard Wagners f\u00e4llt uns Mathilde Wesendonk ein. Das letzte ihrer f\u00fcnf Gedichte, die von ihm vertont wurden, hei\u00dft \u201eTr\u00e4ume\u201c und Motive aus \u201eTristan und Isolde\u201c klingen an. Damit will ich schlie\u00dfen.<\/p>\n<p><i>\u201eSag, welch wunderbare Tr\u00e4ume\/Halten meinen Sinn umfangen,<br \/>\n<\/i><i>Da\u00df sie nicht wie leere Sch\u00e4ume\/Sind in \u00f6des Nichts vergangen?<\/i><\/p>\n<p><i>Tr\u00e4ume, die in jeder Stunde\/Jedem Tage sch\u00f6ner bl\u00fchn,<br \/>\n<\/i><i>Und mit ihrer Himmelskunde\/Selig durchs Gem\u00fcte ziehn!<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><i>Tr\u00e4ume, die wie hehre Strahlen\/In die Seele sich versenken,<br \/>\n<\/i><i>Dort ein ewig Bild zu malen\/Allvergessen, Eingedenken!<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><i>Tr\u00e4ume, wie wenn Fr\u00fchlingssonne\/Aus dem Schnee die Bl\u00fcte k\u00fcsst,<br \/>\n<\/i><i>Da\u00df zu nie geahnter Wonne\/Sie der neue Tag begr\u00fc\u00dft,<\/i><\/p>\n<p><i>Da\u00df sie wachsen, da\u00df sie bl\u00fchen\/Tr\u00e4umend spenden ihren Duft.<br \/>\n<\/i><i>Sanft an deiner Brust vergl\u00fchen\/Und dann sinken in die Gruft.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Die Erinnerungen an Maria Fekete mit Estebans Bildern verbunden werden noch lange bleiben, in vielen R\u00e4umen, die seine Bilder schm\u00fccken in der Fekete-Stiftung und vielleicht auch in den Herzen kunstliebender Menschen mit ihnen nie! endenden Tr\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Dr. Klaus Lehmann Wir nehmen Abschied von Maria Fekete, geb. 19. Juni 1929, gest. 31. August 2013 Wir erinnern uns: &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":97,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1242"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1242"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1242\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4469,"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1242\/revisions\/4469"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/97"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.esteban-fekete.de\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}