Malerei

Esteban Fekete - Malerei -English versionFekete versteht sich in erster Linie als Maler. Kaum ein Tag vergeht, da der Impuls zu malen nicht lockt. Sein gründliches Wissen um die großen Maler vergangener Jahrhunderte, die er unermüdlich in den Museen der Welt studierte, prägt seine Bildwelt unwillkürlich ebenso wie seine Liebe zu Musik und Literatur.

In seinen Gemälden tritt uns eine gegenständliche Welt entgegen, die zwar von Menschen, Tieren und ihrer Umgebung handelt, aber verwandelt in die Zeitlosigkeit von Vorstellung und Phantasie. In nur bedingt realistischer Darstellung spürt er die Allgemeingültigkeit heutigen Lebens auf und zeigt mit seiner Malerei, wie es sich auch heute trotz aller Fortschritte nach immer gleichen Naturgesetzen wiederholt und daß sich unsere Träume im Grund nicht geändert haben.

Jeder Alltagsbestandteil kann Anlaß sein, stilisiert in einen erdachten, schwebenden, neuen Zusammenhang gebracht zu werden. Eine Haustüre, ein Hund, ein Häuserblock, eine Teekanne, ein Vexierbild im Waldmorast, abgestreifte Farbenreste mögen den Impuls zu formieren und zu malen ausgelöst haben: scheinbar unmotiviert zu einem stillen Paar am Fenster, einem Interieur, einem toten Vogel auf dem Tisch gesetzt, ergeben diese Reminiszenzen einen neuen Zusammenhang. Gut lesbar und doch nicht eindeutig bestimmbar im prachtvoll leuchtenden Farbengewebe, ist der Phantasie beim Betrachten ein großer Spielraum gelassen. Man erkennt weniger aktuelle, flüchtige Szenen oder nach der Natur gemalte Gegenstände als in häuslicher Zurückgezogenheit erdachte, synthetische Versatzstücke aus Traum und Intuition.

Weite Horizonte sucht man vergebens, allenfalls lockt da ein leuchtendes Gold hinter kahlen Bäumen, das an Ferne denken läßt. Hinter den verfremdeten Bildelementen, die zu einer Komposition voller Farbenzauber zusammengefügt sind, stecken auch symbolische Hinweise auf Vergeblichkeit, Eitelkeit und Vergänglichkeit: die blockhaft gesetzte Kauernde am Fenster mag eine Trauernde, das Schiff in der stillen Bucht nicht gelandet sondern gestrandet sein, das kleine rote Haus am Wiesenrand ist ausgebrannt, hinter dem Spiegelbild, so farblich delikat es auch ist, lauert der Tod.

Feketes Bilder wollen gelesen sein, immer wieder.

Experimentierfreudig, wie Fekete stets gewesen ist, gibt es keinen Bildträger, dessen er sich nicht bedient. Neben der Ölmalerei auf Leinwand, Holz oder Hartfaser gibt es weitere Techniken. In der Aussage unterscheiden sie sich weniger als in der Wirkung.

In der Galerie „Malerei“ sind einige Beispiele seiner vielseitigen Motive und Techniken abgebildet.

Video – Portrait

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